Kein Platz mehr für den Roten Stern Flensburg?

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Am kommenden Pfingstwochenende wollte der Rote Stern Flensburg eigentlich ein Fußballturnier auf ihrem Platz in Glücksburg veranstalten. Leider machte die lokale Platzvergabe nicht nur einen Strich durch das Turnier, sondern setzt durch die komplette Streichung der Spiel- und Trainingsplätze das Fortbestehen des Vereins aufs Spiel. Wir fordern: her mit den Plätzen für junge, engagierte Vereine!

Sportlich lief beim Roten Stern Flensburg in dieser Saison alles nach Plan. Die “Erste” konnte in der Kreisliga C den zweiten Platz belegen und steigt in der zweiten gespielten Saison in die nächsthöhere Klasse auf, die neugegründete “Zweite” konnte sich im offiziellen Spielbetrieb etablieren. Ein großer Erfolg für den erst 2008 gegründeten Roten Stern. Abgerundet werden sollte die Saison bei einem großen Turnier direkt an der Ostsee, zu dem auch der Rote Stern Nordost eingeladen war. Die Vorbereitungen liefen auf beiden Seiten bereits auf Hochtouren und die Vorfreude auf das sömmerliche Turnier war groß, doch dann kam die bittere Nachricht: für den Roten Stern Flensburg sind keine Plätze mehr verfügbar – nicht nur das Turnier ist abgesagt, sogar die Existenz des Vereins steht auf dem Spiel.

Bereits 2009 kam die Platzsuche für den jungen Verein einem Drahtseilakt gleich. Erst einen Tag vor Saisonbeginn wurde den Flensburgern ein Platz zugesprochen. Dieser lag jedoch im 10 Kilometer entfernten Glücksburg. Nicht optimal, es ermöglichte aber den Trainins- und Spielbetrieb in Absprache mit dem dort ansässigen TSV Glücksburg. Dieser meldete für die kommende Saison 5 Senioren- und 2 Herrenteams an, womit für den Roten Stern keine Kapazitäten auf dem bisherigen Platz mehr bleiben. Wie die Roten Sterne selbst und die Flensborg AVIS Online berichten, sieht es mit einem Platz im Stadtbereich ebenfalls schlecht aus. Wörtlich äußerte sich das Vorstandsmitglied des Roten Stern Flensburg, Till Arfsten, in den Flensborg AVIS Online „Dadurch hat sich die Situation für uns drastisch verschlechtert, denn sollte uns seitens der Stadt Flensburg keine Möglichkeit gegeben werden, einen Punktspielbetrieb in Flensburg durchzuführen, stünde unser Verein vor dem Aus“.

Der Rote Stern Nordost Berlin fordert die Flensburger Platzvergabe dazu auf, sich der Problematik schnellstens anzunehmen und eine adäquate Lösung zu finden. Auch die Flensburger Sportvereine sind dazu aufgerufen, ihren Kollegen unter die Arme zu greifen und bei der Platzsuche zu unterstützen.

Insbesondere ein engagierter Verein wie der Rote Stern Flensburg, der die politischen Kampagnen „love sport, hate neonazism“ und „ausgestrahlt. gemeinsam gegen atomenergie“ unterstützt, sollte für seine Aktivität belohnt werden. Allein sportlicher Erfolg, Mitgliederanzahl und Gewohnheitsrecht älterer Vereine dürfen nicht die einzigen Kriterien für die Unterstützung von Sportvereinen sein. Soziales Engagement und der Einsatz gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus in Sport und Gesellschaft müssen gefördert statt ignoriert werden. Also: her mit den Plätzen für den Roten Stern Flensburg!

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 08. Juni 2011 um 16:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie News abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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