Statements zur Kampagne


Volker BeckVolker Beck, Mitglied des Bundestages, B90/Die Grünen
Wenn die sportliche Auseinandersetzung zu Hass und Gewalt wird und antisemitisches, rassistisches und homophobes Verhalten den Platz dominiert, dürfen wir kein Auge zudrücken. Ich unterstütze deshalb die Initiative ‘love sport – hate neonazism’.”


Angelika Beer, Mitglied der Piraten gegen Rechtsextremismus

Meinungsfreiheit endet für uns dort, wo Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung beginnen. Die extreme Rechte hat immer wieder Erfolg mit ihrer Unterwanderungsstrategie. Es sind längst nicht mehr nur die Nazis in Kampfstiefeln, die öffentliche Plätze erobern wollen, Angelika Beer sondern auch die im Nadelstreifenanzug, die z.B. Vereine wie die Freiwillig Feuerwehr, Sportvereine und Bürgerinitiativen unterwandern. Überall dort, wo Verantwortliche einerseits von Bürgerrechten reden, aber andererseits Minderheiten, Ausländer, Flüchtlinge, sozial Schwache stigmatisieren, entstehen demokratiefreie Grauzonen, die die Rechtsextremisten besetzen. Zivilcourage braucht Initiative und Toleranz. Die Initiative des Roten Stern „love sport – hate neonazism“ wird von uns Piraten gegen Rechtsextremismus unterstützt, weil wir die Mitte der Gesellschaft, egal ob auf dem Fußballplatz oder anderswo, nicht den Rechtsextremen überlassen wollen und werden.


Katharina DahmeKatharina Dahme, Bundessprecherin der Linksjugend:
Da ich seit über zehn Jahren regelmäßig ins Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg gehe, habe ich oft Erfahrungen mit rassistischen, antisemitischen und homophoben Fangesängen der Gästevereine gemacht. Doch auch in den eigenen Reihen ist man mit Vorurteilen konfrontiert, wenn die Emotionen hochkochen. Deswegen ist eine andauernde Auseinandersetzung mit Ressentiments und Diskriminierungen dringend notwendig. Klare Bekenntnisse des Vereins und der Fans gegen Nazis in den Stadien gehören für mich dazu und dürfen nicht, wie leider so oft, kriminalisiert werden. Der Sport ist kein unpolitischer Raum, das bringt die Kampagne „love sport, hate neonazism“ sehr gut zum Ausdruck. Die Linksjugend ['solid] unterstützt diese Kampagne, weil wir wollen, dass Rassismus, Antisemitismus und Homophobie verlieren, während Vereine, die sich zivilgesellschaftlich engagieren als Gewinner vom Platz gehen.


Franziska_DrohselFranziska Drohsel, Bundesvorsitzende, Jusos
Homophobie, Rassismus und Antisemitismus sind leider keine Ausnahmeerscheinungen, sondern bis in die Mitte unserer Gesellschaft verbreitet und entsprechend auch im Sport anzutreffen. Es ist notwendig, jeglicher Form von menschenverachtender Ideologie an jeder Stelle in dieser Gesellschaft offensiv entgegenzutreten. Natürlich haben auch Sportvereine und -organisationen eine gesellschaftliche Verantwortung. Sie dürfen diese unerträgliche Intoleranz nicht bagatellisieren oder ignorieren, sondern müssen sie konsequent bekämpfen. Hier reichen keine bloßen Sonntagsreden und leere Versprechen. Engagement gegen Homophobie, Rassismus und Antisemitismus ist jeden Tag und überall erforderlich und natürlich auch im Sport. Deshalb unterstütze ich “love sports, hate neonazism”.


David IssmerDavid Issmer, Landesvorsitzender, Junge Liberale Berlin
Ich unterstütze die bundesweite Kampagne „love sports – hate neonazism“. Mit dieser Initiative leisten die Roter Stern-Vereine einen wichtigen Beitrag zur Verständigung und Integration. Auch die Jungen Liberalen Berlin setzen sich seit langem für diese Ziele ein. Gerade in Zeiten, in denen die rechte Szene sich in der Öffentlichkeit fest zu etablieren versucht, muss der Kampf gegen jede Art von Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung von allen Beteiligten der Zivilgesellschaft gemeinsam geführt werden. Es ist zu begrüßen, dass die Kampagne „love sports – hate neonazism“ in diesem Sinne ganz konkrete Initiativen für den Sportplatz entwickelt hat. Ich wünsche der Kampagne gegen das Wegschauen und für die Integration viel Erfolg.“


ClaraClara Herrmann, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, B90/ Die Grünen:
Rechtsextreme versuchen immer stärker, in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen. Auch vor dem Fußball und seinen Anhängern macht die braune Expansion nicht halt. Es geht den Rechten aber nicht darum, friedlich Teil einer schönen Sportart zu sein, sondern den Raum für ihre menschenverachtenden Parolen und Taten zu erweitern. Jüngstes Beispiel sind die Angriffe auf den Fußballverein „Roter Stern Leipzig“, wo rechte Schläger Jagd auf Spieler und Fans gemacht haben. Gerade in den unteren Fußballligen finden derartige Übergriffe immer häufiger statt. Deshalb brauchen wir ein klares Bekenntnis von Vereinen und Fans, dass Nazis in keinem Stadion der Welt etwas verloren haben, weder auf der Tribüne, noch auf dem Spielfeld.

Ich freue mich darüber, dass bereits einige Fußballvereine in unterschiedlichen Ligen sich klar gegen Neonazis in ihren Reihen wenden und beispielsweise ein Verbot für direkte und indirekte rechte Symbole wie zum Beispiel Kleidung der Marke „Thor-Steinar“ in ihren Stadien erlassen haben. Einige sind aber noch zu wenig – alle müssen mitmachen und sich offen gegen rechtes Gedankengut im Fußball positionieren.

Als Hobbyfußballerin und Fußballfan fordere ich alle SpielerInnen, Vereinsmitglieder, Fans und jede und jeden Fußballbegeisterten auf, sich offen und deutlich gegen rechtes Gedankengut auf der Straße, im Stadion und auf dem Platz zu positionieren. Ich unterstütze die Kampagne „love sports – hate neonazism“, weil ich den schönsten Sport der Welt nicht den falschen in die Hände fallen lassen will.


Miro Jennerjahn, Mitglied des Landtags – B90/Die Grünen SachsenMiro Jennerjahn
Sportplätze dürfen nicht zur Spielwiese für Rassismus, Antisemitismus und andere menschenverachtende Einstellungen werden. Neben zahlreichen guten Beispielen gibt es leider nach wie vor zu viele Vereine und Verbände, die den Sportplatz als ‘unpolitischen’ Raum betrachten, sich deshalb vor einer klaren Positionierung scheuen und damit erst Raum schaffen, in dem Menschenverachtung unwidersprochen stehen bleibt. Die Kampagne ‘love sports – hate neonazism’ hilft dabei, dies zu ändern.


Stefan LiebichStefan Liebich, Mitglied des Bundestages, Linkspartei
Die Inhalte, die Sie vermitteln wollen und werden, unterstütze ich nachhaltig! Mannschaftssport ist eine Möglichkeit, gesellschaftliche Integration und politische Willensbildung zu fördern. Daher ist es wirklich wichtig, der Absicht Stadien und Sportplätze zu Kundgebungsorte für rassistische Verunglimpfungen, homophobe Schmähungen, antisemitische Sprechchöre oder andere Spielarten von Diskriminierungen zu missbrauchen, entgegenzutreten! Ich wünsche Ihrer Kampagne bundesweite Beachtung und einen großen Zulauf!


Gerd LiesegangGerd Liesegang, Vizepräsident Berliner Fußball-Verband
Wir als Berliner Fußball-Verband sind immer mit von der Partie, wenn es darum geht Probleme zu bearbeiten und Zivilcourage zu zeigen. Jeder muss die Augen offen halten und vorhandene Probleme melden damit wir gemeinsam Lösungen erarbeiten können. Das ist sehr wichtig, wenn es darum geht sich jeder Art von Diskriminierung und Gewalt entgegenzustellen. Defizite die wir sehen oder auf die wir hingewiesen werden versuchen wir zu ändern. Die hier geäußerten Forderungen kann ich und der BFV in jedem Punkt unterstützen. Daher wünsche ich der Kampagne „love sports – hate neonazism“ viel Erfolg!


m_loeningMarkus Löning, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, FDP Berlin
Ich erlebe auf meinen Reisen als Menschenrechtsbeauftragter immer wieder, wie sehr uns Sport über die Kulturen hinweg verbinden kann. Er ist vielleicht das wirkungsvollste Instrument das wir haben, um Brücken von Mensch zu Mensch zu bauen.
Mir liegt sehr daran, dass wir gemeinsam gegen all diejenigen vorgehen, die den Sport missbrauchen, um Menschen verachtende Ideologien zu transportieren. Das Projekt „love sport – hate neonazism“ unterstütze ich daher sehr.


Mehmet MaturMehmet Matur, Integrationsbeauftragter, Präsidialmitglied für besondere Aufgaben des Berliner Fußball-Verbandes
Rassismus und Diskriminierung sind eine echte Bedrohung. Leider sind hässliche Vorfälle von rassistischen Spruchbändern, Hassgesängen, Beleidigungen, Provokationen und Gesten der Aggression und Gewalt noch immer nicht aus unseren Fußballstadien und von unseren Sportplätzen verschwunden. Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass dieses Problem nicht ohne unser Engagement verschwinden wird. Dabei ist der Ball auf allen Fußballplätzen dieser Welt rund. Herkunftsland und Hautfarbe dürfen im Sport keine Rolle spielen. Dies zu unterstützen und auch umzusetzen, ist nicht nur Aufgabe des Sportlers sondern auch eines jeden sportliebenden Fans. Gemeinsam Diskriminierung und Gewalt die rote Karte zeigen – ohne Ermessensspielraum.
Die Initiative „love sports – hate neonazism“ von Roter Stern ist beispielhaft und hat meine vollste Unterstützung. Ich wünsche der Kampagne von ganzem Herzen viel Erfolg!


Markus PauzenbergerMarkus Pauzenberger, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, SPD Berlin
Ich unterstütze gerne die Initiative „Love Sport – hate neonazism“. Wer den Sport liebt, kann kein Nazi sein. Das schließt sich aus. Wer seinen Sport liebt, ist fair zu seinem Gegenüber. Egal, ob als Fan oder als Spielerin oder Spieler. Deshalb nicht wegschauen bei sexistischem, antisemitischem, rassistischem und homophobem Verhalten im Sport und um den Sport herum.


Cetin Özaydin, 1. Vorsitzender, Förderverein Türkiyemsporcetin_oezaydin
Rassismus ist eine perfide Form der Ausgrenzung die in allen gesellschaftlichen Schichten vorkommt. Auch im Fußball, trotz der dem Spiele sich innewohnenden Gleichberechtigung unter den Regeln des Sports. So hat auch Türkiyemspor seine speziellen Erfahrungen mit Diskriminierungen machen müssen, daraus resultierend ruht unser Engagement gegen jegliche Form von Diskriminierung, sei es aufgrund von Herkunft, Stand, Religion, Geschlecht als auch geschlechtlicher Orientierung. Unser Engagement speist sich aus der Erfahrung, dass ein friedvolles Zusammenleben nur über Anerkennung und Respekt vor dem anderen möglich ist. Sei es gesellschaftlich, oder sportlich, denn dem Ball ist egal wer ihn köpft.Wir wünschen der Initiative “love sports – hate neonazism”  größtmöglichen Erfolg und sind der Ansicht, das die vorgeschlagenen Maßnahmen ein wichtiger Schritt sind um Diskriminierungen im Bereich Fußball nachhaltig vorzubeugen.


Frank Tempel, Mitglied im Bundestag, stellv. Mitglied im Sportausschuss, Die LinkeFrank Tempel
Sport dient der Integration von Menschen. Wenn das aber durch rassistische, antisemitische und homophobe Fankultur passiert, muss klare Kante gezeigt werden! Das ist am besten durch zivilgesellschaftliches Engagement direkt in den Vereinen möglich. Deshalb unterstütze ich ausdrücklich die Kampagne „love sports – hate neonazism“.


Peter Treichel, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, SPD Berlin
Peter TreichelBedingt durch verkorkste Schulpädagogen während meiner Schulzeit bin ich selber leider nicht sehr sportlich aktiv. Trotzdem ist mir schon immer klar gewesen, dass es im Sport um Teamfähigkeit und Toleranz geht, die vor allem in unserer heutigen Gesellschaft wichtige Werte darstellen. Meine persönlichen großen Helden sind Muhammad Ali und Pele. Vor allem Mannschaftssport ist wichtig für die Förderung gesellschaftlicher Integration und politischer Willensbildung. Ich finde es großartig, dass es den Roten Stern Nordost Berlin gibt. Und ich finde es toll, wie er sich mit seiner Kampagne für Fairness und Toleranz in der Gesellschaft einsetzt und eine Möglichkeit für zivilgesellschaftliches Engagement gibt, was wirklich eine gute Präventivmassnahme gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus darstellt.”


Tanja Walther-Ahrens, European Gay and Lesbian Sport FederationTanja Walther-Ahrens
Sport kann und soll nicht zur Reparaturwerkstatt gesellschaftlich produzierter Missstände werden, aber die Verantwortlichen in den Sportorganisationen, von kleinen Vereinen bis hin zu großen Verbänden, können und dürfen sich den aktuellen Problemen nicht verschließen. Um allerdings das ganze Potential des Sports ausschöpfen zu können, muss gegen alle Formen der Diskriminierung vorgegangen werden. Rassismus wird häufig thematisiert. Vergessen wird, dass andere Formen der Diskriminierung wie z.B. Islamophobie, Homophobie und Sexismus ebenfalls immer wiederkehrende Probleme im Sport darstellen, die nicht zu tolerieren sind. Aus diesem Grund wünsche ich der Initiative “love sport – hate neonazism” viel Erfolg.

 

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