Heute eröffnet Tatort Stadion in Berlin!

Wir laden Dich herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am heutigen Montag, den 7. März ein.

um 18 Uhr bei GOAL, Ritterstr. 12-14, ÏMA Design Village, 10969 Berlin

u.a. mit:
- Martin Endemann (BAFF),
- Bernd Schultz (Präsident des Berliner Fußballverbandes),
- Stefanie Lohaus (Missy Magazine),
- Eren Ünsal (Leiterin der Landesantidiskriminierungsstelle),
- Tülin Duman (GOAL)

Ausstellungsdauer bis: 2. April 2011
Öffnungszeiten: Mo. – Sa. 11 bis 19 Uhr

mehr Infos zum Thema www.tatort-stadion.de

Diskriminierende Parolen und der Umgang damit

Zwischen Fans des VFB Einheit zu Pankow und dem Roten Stern Nordost Berlin gab es heftige Diskussionen am Spielfeldrand und im Internet, da es bei einem Pokalspiel zwischen Einheit Pankow und Türkiyemspor Berlin am 06.10.10 zu diskriminierenden Parolen Seitens der 30 angereisten Pankower Fans kam.
Die Diskussionen wurden und werden leider sehr heftig geführt und sind emotional sehr stark aufgeladen – am Spielfeldrand, wie auch in einem Beitrag der „Ultras Roter Stern“ im Internet über das Pokalspiel. Hier kritisierten Teile der Fans Sprechchöre wie z.B. „Wieder mal kein Tor für Türkiyemspor“. Die Parole ist eine Textzeile der verbotenen neonazistischen Band Landser. Das diese von den knapp 30 Anhängern des VFB Einheit gerufen wurde, steht außer Frage, wie damit umgegangen wird dann schon eher.
Dass die Fans des Roten Sterns in ihrem Beitrag überreagierten und unsachliche Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen von sich gaben, steht für die Verantwortlichen ebenso außer Frage.

Da der Rote Stern nicht will, dass sich die beiden Fanlager „bekriegen“ wurde Einheit Pankow in einem Brief auf den Beitrag aufmerksam gemacht und ein Gesprächsangebot unterbreitet. Die Sterne fragten wie mit dieser Situation umgegangen werde. „Auf eine Antwort warten wir bis heute. Da es keine Reaktionen seitens des VFB Einheit gab entsteht bei uns der Eindruck, dass diese das Problem gar ignorieren wollen“, so Julius Martin, Pressesprecher des Roten Stern Nordost Berlin.

Neuer Unterstützer!

Seit Freitag dem 04. Februar 2011 unterstützt uns nun das Team rund um Marienthal United 08 bei der Kampagne. Wir freuen uns einen weiteren Unterstützer für uns gewonnen zu haben und hoffen das dem Worte nun auch die Taten folgen. Wir sind alle gemeinsam für Sportplätze frei von Diskriminierung. “Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung und Sexismus beherrschen nicht selten die Szenerie und sind für viele schon zur Gewohnheit geworden. Das übliche deutsche Prollvereinsleben ist auf den großen und kleinen Fussballplätzen des Landes zu Hause. Dort lässt es sich nur aushalten, wenn du bereit bist viele Kompromisse einzugehen.” Das Motto lautet daher bei Marienthal: „Lieber braun tragen, als so zu denken!“ – Willkommen bei der Kampagne “love sport – hate neonazism” – (kürzlich erschienenes Interview über das Team bei FvL)

Die Weisen von Zion – Hitler´s

Es gehört zu den Rätseln des 20. Jahrhunderts, dass eine der größten politischen Lügen selbst nach ihrer Entlarvung nicht von der Bildfläche der Öffentlichkeit verschwunden ist. Die Protokolle der Weisen von Zion – das Manifest des „jüdischen Welteroberungsplanes“ – wurden zur Grundlage einer allumfassenden Welterklärung, lange nachdem sie offenkundig als Fälschung gebrandmarkt waren. (weiterlesen …)

„Politischer Antisemitismus und die Protokolle der Weisen von Zion“

Antisemitismus ist ein umfassendes politisches Projekt. Sein wohl bedeutendstes Manifest sind die „Protokolle der Weisen von Zion“. Angeblich entlarven sie die Verschwörung einer Gruppe von Juden, die planen, die Weltherrschaft zu erobern.
Seit der ersten Veröffentlichung der Schrift im zaristischen Russland zu Beginn des 20. Jahr-hunderts wurde sie nahezu über den gesamten Globus verbreitet und in diverse Sprachen übersetzt. In der muslimischen Welt und in Russland werden die „Protokolle“ bis heute in großem Umfang vertrieben. Die „Protokolle“ sind ein zentraler literarischer Bezugspunkt anti-semitischer Welterklärung geblieben.
Der Vortrag befasst sich mit der Wirkungsgeschichte der Schrift im Kontext des Nationalsozia-lismus. Es kann behauptet werden, dass die Nazis ihre Legitimation zur Vernichtung der Juden aus den „Protokollen“ bezogen. Obwohl es zumindest zweifelhaft ist, dass Hitler selbst an die Echtheit der „Protokolle“ glaubte, verstand er es, die Schrift in sein Weltanschauungssystem zu integrieren und als Mittel der Massenbeherrschung zu instrumentalisieren. Zudem entdeck-te er im „jüdischen Welteroberungsplan“ eine Handlungsvorlage für die eigene Politik. Auch Hitler wollte die Welt beherrschen. Er erblickte in den Gedanken der „Weisen von Zion“ eine ihm verwandte Geistesart. Paradoxerweise sahen also Hitler und andere antisemitische Vor-denker die jüdische Weltverschwörung als Vorbild ihrer eigenen Ordnungsvorstellung. Sie hielten die „Weisen von Zion“ für die berufenen Staatsmänner des Massenzeitalters, von de-nen nicht-jüdische Politiker zu lernen hätten. Der Vortrag legt insofern die Ambivalenz des antisemitischen Judenbildes offen und verweist auf die enge Verbindung von Anti- und Philo-semitismus.

Wann: 19. November 2010 um 18.45 Uhr
Wo: Galerie der Amadeu Antonio Stiftung (Linienstraße 139 in 10115 Berlin)
Wer: Veranstaltet vom Roten Stern Nordost Berlin, gefördert von der project-factory-pankow

Roter Stern Leipzig erhält Julius-Hrisch-Preis 2010

eine kleine Presseschau:

Der Vorfall von Brandis wirkt nach: Der DFB ehrt den Fußballklub Roter Stern Leipzig, für den das Eintreten gegen den Rechtsextremismus kein leeres Geschwätz ist. Im Gegenteil, für den Klub ist es fast so bedeutend wie Fußball… [weiter lesen] – Frankfurter Rundschau

DFB ehrt Roter Stern Leipzig für Engagement gegen Gewalt und für Toleranz [weiter lesen] – LVZ

Die Angst vor dem Auswärtsspiel [weiter lesen] – Der Freitag

DFB ehrt Brandenburger Fußball-Verein [weiter lesen] – RBB

Julius-Hirsch-Preis für Roter Stern Leipzig [weiter lesen] – MDR

Neues Statement!

Mehmet MaturMehmet Matur, Integrationsbeauftragter, Präsidialmitglied für besondere Aufgaben des Berliner Fußball-Verbandes
„Rassismus und Diskriminierung sind eine echte Bedrohung. Leider sind hässliche Vorfälle von rassistischen Spruchbändern, Hassgesängen, Beleidigungen, Provokationen und Gesten der Aggression und Gewalt noch immer nicht aus unseren Fußballstadien und von unseren Sportplätzen verschwunden. Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass dieses Problem nicht ohne unser Engagement verschwinden wird. Dabei ist der Ball auf allen Fußballplätzen dieser Welt rund. Herkunftsland und Hautfarbe dürfen im Sport keine Rolle spielen. Dies zu unterstützen und auch umzusetzen, ist nicht nur Aufgabe des Sportlers sondern auch eines jeden sportliebenden Fans. Gemeinsam Diskriminierung und Gewalt die rote Karte zeigen – ohne Ermessensspielraum.
Die Initiative „love sports – hate neonazism“ von Roter Stern ist beispielhaft und hat meine vollste Unterstützung. Ich wünsche der Kampagne von ganzem Herzen viel Erfolg!“

Mehr als nur Fußball… RSNOB – TS

Am 04. August 2010 spielte der Rote Stern Nordost Berlin in der Hansastraße gegen das Regionalliga-A-Jugend-Team von Türkiyemspor Berlin. Begleitet wurde das sportliche Ereignis von politischen Forderungen und lautstarken Fans. (weiterlesen …)

“Ich finde im Kontext der WM sollte man das alles nicht so politisch betrachten”

Das sehen wir anders…

… weil es, wenn Deutschland verliert, regelmäßig zu Nationalen-Ausschreitungen, -Diskriminierungen und anderen -Widerlichkeiten kommt
für die WM 2010 hier ein kleiner Überblick

… weil das DFB-Team die Fahne der BRD (Nationalfahne!) als Symbol hat
und nicht wie jeder normale Fußball-Verein sich seine Fahne selbst ausgedacht hat

… weil nicht einfach so jeder in der DFB-Auswahl mitspielen darf
man benötigt leider einen deutschen Pass

… weil die von der Mehrheit als nicht-deutsch identifizierten Spieler bei Siegen gelobt, bei Niederlagen gehasst werden
Und das nur die 2 Seiten einer Medaille aufzeigt, bei welcher nach „guten“, weil erfolgreichen und „schlechten“, weil unerfolgreichen „Migranten“ / „Menschen mit Migrationshintergrund“ / „Nicht-BIO-Deutsche“ unterschieden wird

… weil trotz eines positiven Bezugs auf „unsere Multi-Kulti-Truppe“ vergessen wird, dass Menschen inhaftiert sind und abgeschoben werden

… weil der zur WM 2006 verstärkt aufgekommene Nationalismus sich verfestigt hat und somit auch nach dem Ereignis weiter wirkt, wie die Uni Marburg in einer Studie nachgewiesen hat

… weil nach der WM 2006, als Deutschland im Halbfinale gegen Italien verlor, die Umsätze italienischer Restaurants in Berlin schlagartig für 3 Monate zurück gingen

… weil nach der WM 2006, Wirte und Bundesbürger (die als Italiener ausgemacht wurden), teilweise zum ersten Mal in Ihrem Leben Anfeindungen ausgesetzt waren

… weil die Bundesregierung die WM und EM regelmäßig dazu benutzt, um unpopuläre Entscheidungen zu treffen und umzusetzen
bekommt im Deutschland-Feier-Taumel ja eh niemand mit

… weil wir Politik nicht nur als in Parlamenten vorhanden verstehen, sondern als die tägliche Auseinandersetzung mit sozialen Beziehungen!

Und weil das alles mit diesem Staat, der Geschichte, der Welt und dem Zusammenleben aller Menschen zu tun hat sollte jede Person jedes Fußballspiel, wie auch jede andere Äußerung als durchaus politisch und zusammenhängend betrachten. Fußball findet nicht im luftleeren Raum statt! Daher haben Deutschland-Fahnen, -Farben und sonstiger „Deutschland“-Merchandise nichts bei uns zu suchen. Nicht gestern, nicht heute, nicht morgen.

Vorschlag:
- das DFB-Team entwickelt eine eigene Corporate Identity (Unternehmenspersönlichkeit) mit eigenen Farben, eigenem Logo und eigenem Merchandise
- für jeden Fußballspielenden, der ein Fußballtor aus 11-Meter Entfernung trifft, setzt sich der DFB ein die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten (wenn vom Spielenden gewollt)

Filmabend: The Other Final

Für alle, die heute keine Lust auf richtiges Finale haben:
Am Tag des Endspiels um die Fußball-WM 2002 treten
die beiden schlechtesten Teams der Weltrangliste gegeneinander
an, Bhutan und Montserrat. Eine witzige Doku
zur Liebe zum Fußball, die noch an die Eine-Welt-Romantik
glaubt.

11.07. um 21.30 Uhr in der “Tristeza

 

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